2008

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Noa's "Genes & Jeans Tour" Germany  2008:

30 November 2008 Munich, Germany (Ampere)
1 December 2008 Stuttgart, Germany (Theaterhaus)
3 December 2008 Darmstadt, Germany (Centralstation)
4 December 2008 Hamburg, Germany (Fabrik)
6 December 2008 Berlin, Germany (Admiralspalast)


Noa pendelt zwischen den Welten
17.11.2008 - 11:35 Uhr 
Hamburg (AZ) DPA
Die grazile Sängerin, die in Israel als größter weiblicher Popstar und musikalischer Friedensengel gilt, ist seit dieser Woche auf Europatournee. In Deutschland will sie in der ersten Adventswoche fünf Konzerte geben. Ihr neues Album heißt «Genes & Jeans».

Der Titel mutet zunächst etwas befremdlich an. Die englischen Worte «Genes» und «Jeans» klingen zwar ähnlich, doch was haben molekulare Erbanlagen und Denimhosen miteinander zu tun? Bei Achinoam Nini, wie Noa bürgerlich heißt, eine ganze Menge: Für sie schließt sich nicht aus, einerseits jemenitischer Abstammung zu sein, andererseits eine vom westlichen Lebensstil geprägte, moderne Frau zu verkörpern. Das bringt sie nicht nur optisch zum Ausdruck, indem sie sich im CD- Booklet in einer zerschlissenen Jeans zeigt, zu der sie eine üppig- orientalische Halskette trägt, sondern auch musikalisch.

«Ich habe über alte hebräische und jemenitische Liedtexte nachgedacht, die voll sind von Liebe und Sehnsucht, unerfüllten Träumen, Schmerz, Staub und Wind. Ich habe neue englische Texte und Songs geschrieben und damit die alten Lieder wie mit einem langen Wintermantel umhüllt», beschreibt Noa ihr Vorgehen. Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in der New Yorker Bronx und mit 17 Jahren ohne Familie nach Israel zurückgekehrt, hat die Mutter zweier kleiner Töchter ihr neuestes Werk ihrem vor zwei Jahren gestorbenen Großvater gewidmet.

Bei der Produktion hat auch diesmal Noas Entdecker und Bühnenpartner Gil Dor maßgeblich mitgeholfen. Seit annähernd 20 Jahren haben sie sich gemeinsam interkulturellem Musikschaffen verschrieben, ohne dabei irgendwelchem Etho-Kitsch verfallen zu sein. Auch außerhalb Israels sind die beiden damit aufgefallen und längst kein Geheimtipp mehr. Einen kommerziell durchschlagenden Hit haben sie trotz Zusammenarbeit mit internationalen Größen wie Sting, Pat Metheny, Stevie Wonder oder Sheryl Crow jedoch noch nicht landen können.

Noa geht - begleitet von Gil Dor - ihren künstlerischen Weg unbeirrt weiter. Zugeständnisse an den Mainstream um des Erfolges willen macht die 39-Jährige nicht. Mit «Genes & Jeans» ist es ihr gelungen, eine Brücke zwischen Orient und Okzident zu schlagen. Wer Partystimmung sucht, liegt bei ihr falsch. Wer bereit ist zuzuhören, wird dem Zauber ihrer sanften Songs und exotischen Schönheit jedoch mit Sicherheit verfallen.

Tourdaten: 30.11. München, 1.12. Stuttgart, 3.12. Darmstadt, 4.12. Hamburg 6.12. Berlin


Der Jazz-Gitarrist Pat Metheny hatte nicht viele gute, aber immerhin ein paar großartige Ideen. Als er vor nunmehr 14 Jahren das Album einer bis dato völlig unbekannten Sängerin aus Israel produzierte und die Dame dann noch mit auf Tour nahm, musste er in Hamburgs Stadtpark nach ihrem 30minütigen Set ans Mikro gehen und fragen, ob es denn jetzt wohl noch Sinn mache, dass auch er noch auftrete. Das Auditorium war gnädig, Metheny machte sich an die Arbeit.

Was Noa heute auf die Bühne bringt, hat nur noch sehr rudimentär etwas mit dem zu tun, womit sie 1994 ein Publikum, welches damals noch gar nicht ihres war, zur Raserei trieb. Das ist nicht weiter verwunderlich.

Bemerkenswerter indes scheint nach ihrem Auftritt am Donnerstag in der Fabrik, dass die 39jährige zweifache Mutter jemenitischer Abstammung auch mit jenen Auftritten, die sie vor drei, vier, fünf Jahren leicht in Misskredit gebracht hatten, nicht mehr viel zu tun hat. Weil ihre Melange aus traditionell-folkloristischen Klängen des Nahen Ostens allzu dekorativ und die Artistin selbst ein wenig penetrant selbstverliebt daher kam, blieb ihr gute Presse versagt.

Und heute? Mit beinahe kammermusikalisch angelegtem, sehr luftig instrumentiertem Pop, der fast aller nahöstlicher Arabesken und Tribal-Sounds früherer Jahre entbehrte, wenn nicht gerade mal für Sekunden eine Handtrommel geschlagen wurde, startete Noa, gehüllt in ein weißes, langes Kleid, einen Abend der Überraschungen und des Hakenschlagens.

Bassistin und Keyboarder, Schlagwerker und Perkussionist und sogar Gil Dor, Noas langjähriger, musikalischer Mentor und Begleiter an der Gitarre, hielten sich vornehmlich wie vornehm zurück, als ihre Vorsängerin anspruchsvoll arrangierten Pop mit ihrer einzigartig standhaften Stimme veredelte und sich dazu Harmonien singen ließ, die am ehesten an jene der Byrds oder von Buffalo Springfield erinnerten.

Erst als Noa höchstselbst an die Congas trat, mit denen sie einst Methenys Fans eingefangen hatte, wurden wieder großzügige Prisen ihrer jemenitischen Familien-Historie ins Geschehen gestreut. Um zu beschreiben, was an diesem Abend in der Fabrik wirklich geschah, müssen wir zu drastischen Mitteln greifen. Es war ein bisschen so, mal ganz heftig übertrieben, als käme Kraftwerk mit zwei Akustik-Gitarren, Tamburin und Akkordeon auf die Bühne und intonierten dort alte, gälische Weisen. Was am Ende auch bedeutete, dass Noa erstmals, seit wir sie damals vor Metheny sahen, mit ein wenig Humor und Selbstironie gewappnet im Rampenlicht stand.

Als ungefähr in der Mitte des Konzertes Gil Dor mit dem Perkussionisten ein heiteres Intermezzo zum Besten gab und zudem gestand, zwar leider kein deutsch, aber zumindest doch die deutsch akzentuierte Version des Englischen sprechen zu können und dies sogleich eindrucksvoll und schwer amüsant bewies, war das Eis, welches sonst oft um Konzerte von Noa trieb, gebrochen.

Danach wurde der Abend zum Fest, unternahm Noa Stippvisiten in bald jedem, dem Pop zuzurechnenden Genre, verlieh ihrer extraordinären Stimme nie da gewesene Tiefe und Emotionalität und vermochte sogar als Moderatorin ihrer Kunst zu überzeugen. Gut, dass wir da noch mal hingegangen sind.


Noa: Meisterin der Nuancen und Zwischentöne
In ihrer Heimat Israel kennt man die Sängerin unter ihrem Geburtsnamen Achinoam Nini (der hebräische Name bedeutet 'Schwester des Friedens'). Im Rest der Welt nennt man sie schlicht Noa. Zur Welt kam Noa 1968 in Tel Aviv, aufgewachsen ist sie ab ihrem zweiten Lebensjahr in New York. Erst mit 17 Jahren kehrte sie - alleine - in ihr Geburtsland zurück. In Israel sind ihr Gold und Platin für jedes ihrer Alben schon lange sicher. Nachdem 1993 der Jazz-Gitarrist Pat Metheny Noa mit auf Tournee nahm, ist das Interesse an ihren Liedern auch außerhalb des Landes ständig gewachsen. Als einer der Stars bei Peter Maffays Tournee 'Begegnungen' gelang ihr auch hierzulande der Durchbruch. 
Noas Musik steht in der Tradition der amerikanischen Singer/Songwriter. Aufgewachsen im New Yorker Stadtteil Bronx kam die Künstlerin schon früh mit Jazz-, Rock- und Popmusik in Berührung. Da ihre jüdisch-orthodoxe Familie ursprünglich aus dem Jemen stammt, sind auch arabische Einflüsse in Noas Musik zu hören. Und so klingt ihre Stimme in einem Moment 'westlich, gerade und klar, dann wieder orientalisch, ornamental und voller Arabesken', so die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Auf ihr aktuelles Album 'Genes & Jeans' (VÖ 8. Juli), das sie am Mittwoch, dem 3. Dezember, in der Centralstation gemeinsam mit ihrer exzellenten Band vorstellt, darf man gespannt sein. (JB) 



Kultur | 02.12.08 
Popsängerin Noa in Deutschland
BERLIN (inn) - Die israelische Popsängerin Noa ist derzeit mit ihrem aktuellen Album "Genes & Jeans" auf Deutschland-Tour. Konzerte finden in dieser Woche in Darmstadt, Hamburg und Berlin statt.
Noa gilt als die derzeit berühmteste Pop-Sängerin Israels. In ihrer Musik vereint sie angloamerikanische Pop-Tradition mit folkloristischen Elementen des Nahen Ostens. Ihr im Sommer erschienenes Album "Genes & Jeans" - in dem sie auf Englisch, Hebräisch und Jemenitisch singt - ist für sie wie eine Reise zu ihren jemenitischen Wurzeln. Die Künstlerin wurde in Tel Aviv geboren, wuchs aber seit ihrem zweiten Lebensjahr in New York auf. Als 17-Jährige kehrte sie allein nach Israel zurück.

Bislang sang sie unter anderen mit Sting, Stevie Wonder, Carlos Santana, Sheryl Crow, Zucchero und Peter Maffay zusammen.

Tourdaten:

Mittwoch, 3. Dezember, 20:30 Uhr, Darmstadt
www.centralticket.de

Donnerstag, 4. Dezember, 21 Uhr, Hamburg
www.fabrik.de/de/programm/index.html

Samstag, 6. Dezember, 20 Uhr, Berlin
www.koka36.de
 

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